Ich liege nachts wach. Der kleine Bruder liegt in seinem Babybalkon neben mir. Das ist sehr praktisch, weil ich so nicht austehen muß, wenn er irgenein Problem hat. Aber das lässt mich nachts wachliegen. Der kleine Bruder schnorchelt, knattert in die Hose, seufzt, zappelt, macht Geräusche aller Art. Ich bin ab 3 Uhr wach, denn bald hat der kleine Bruder Hunger. Meistens um 4 Uhr. Aber wenn ich um 3 aufwache, lohnt es ja nicht mehr, einzuschlafen. Dann liege ich also da, horche in die Nacht, mache mir Gedanken wegen unseres Umzugs, wegen des Großen, wegen des Mutzelchens, wegen meines Rückens, verfasse Blogeinträge, überlege schon, wie ich unsere neue Wohnung zu Weihnachten schmücke usw. usw.
Dann hat der kleine Bruder Hunger. Ich gebe ihm die Flasche, gehe wickeln, lege ihn wieder neben mich. Dann zappelt er ne Weile, bis er wieder einschläft. Ich bin dann noch ein bißchen wach. Mache mir Gedanken, horche auf die Geräusche vom kleinen Bruder, traue mich nicht, mich zu bewegen, weil er ja wieder aufwachen könnte. Bin ich am einnicken, fängt manchmal das Mutzelchen nebenan an, zu singen. Oder zu rufen. Oder der Große muß aufs Klo.
Draußen wird es schon hell. Jetzt lohnt es sich auch nicht mehr einzuschlafen...
Ich geh dann jetzt mal Mittagsschlaf machen.