Sonntag, 15. Februar 2009

Sonntag

Heute sind wir pappsatt! Das kam so: Nach dem Gottesdienst sind wir mit meinem Bruder und unserer Oma, also der Uroma meiner Kinder, beim Italiener essen gegangen. Danach zu Oma, um Mutzelchen in ihrem Reisebett den Mittagsschlaf zu gönnen. Dann gab es Kaffee und Kuchen. Jedes Mal hat Oma soviel Kuchen da, daß ganz viel übrig bleibt. Und jedes Mal sagen wir ihr, daß eine Kleinigkeit reicht.
Oma ist 1928 in Ostpreußen geboren. Nach der Flucht hat ihre Familie in Mecklenburg- Vorpommern ein bescheidenes Leben geführt. Und ich denke, daß es daran liegt, daß für Gäste reichlich vorhanden sein muß. 'Für jeden Gast ein halber Kuchen!' - so wurde immer gerechnet. Und deshalb standen heute uns 5 Personen auch 5 verschiedene Kuchensorten zur Auswahl. Vorsichtshalber lieber ein bißchen mehr. Und vorsichtshalber auch noch Schnittchen, damit auch ja keiner verhungert. Wir sagen dann zum Scherz immer, daß das ja ganz schön knapp sei heute. Aber wir geben unser Bestes, und essen immer ein Stück mehr, damit Oma sich freut. Sie meint es ja gut und das lässt sich nicht mehr ändern.
Machen das Eure Omas auch immer so?

5 Kommentare:

Claudias rosige Zeiten hat gesagt…

Bei meiner Oma war das auch immer so-essen, essen, essen......herrlich, oder?
Leider ist sie vorletztes Jahr gestorben, aber ich denke ganz oft an sie-und dabei irgendwie auch ans Essen!
Humor hatte sie nämlich auch.....
LG und genieße die Kuchen weiterhin, Claudi

mein liebes frollein hat gesagt…

Bei meiner Oma geht es mittlerweile so weit, dass sie eingeschnappt ist, wenn man mal was nicht essen mag (weil einem Rosenkohl wirklich nicht schmeckt, oder man auf Erdbeeren allergisch, oder vielleicht Vegetarier ist). Dann schimpft sie eine Weile, bis man letztendlich doch was gegessen hat (nicht das, was sie wollte, aber wenigstens irgendwas) und dann ist sie wieder lieb.

Leanders Mami hat gesagt…

Meine Oma ist Italinerin! Muss ich mehr sagen? Bei ihr bestätigt sich jedes Klischee, dass man über italienische Mamas hat :-)

Anonym hat gesagt…

Das scheint wohl eine Gemeinsamkeit aller Omis zu sein. Meine kann schon lange nichts mehr kochen, aber ich bin da nie nie nie verhungert! :-)

Kreuzundquer hat gesagt…

Ach ja! Meine Oma.
Danke, dass Du mich an sie erinnert hast, Carola.
Natürlich war sie auch so. Die eine. Meine liebste. Die andere nicht so. ;-)
Sie ist schon lange tot, aber es bedarf nur weniger Worte oder Düfte und sie ist wieder da. In mir.
Schön!

Liebe Grüße
Suse