Sonntag, 14. September 2008

Hansestadt Wismar

Wenn man über die mecklenburgischen Alleen nach Wismar fährt, kann man hinter einem Hügel irgendwann das Wahrzeichen von Wismar sehen - den Turm der St. Marienkirche. Leider wurde das Kirchenschiff 1960 gesprengt.

Gestern sind wir mit meiner Oma nach Wismar gefahren. Meine Oma hat hier, nachdem sie aus Ostpreußen fliehen mußte, über 50 Jahre gelebt. Jetzt lebt sie bei uns in Berlin, aber wenigstens einmal im Jahr möchte sie in Wismar ihre Freundinnen besuchen und auf den Friedhof gehen. Ich habe meine halbe Kindheit in Wismar verbracht, denn in den Ferien habe ich Oma und Opa dort besucht. Ich bin durch die Stadt gestreunert, war Enten füttern, für 20 Pfennig im Kino, am Hafen Schiffe gucken und in der Ostsee baden.
Wismar hat eine äußerst spannende Geschichte zu erzählen. 1226 gegründet war Wismar Mitglied der Hanse und 1648 gehörte die Stadt über 200 Jahre zu Schweden. Die Altstadt von Wismar ist einmalig schön. Der Marktplatz ist einer der größten in Norddeutschland, er ist 100 x 100 Meter groß. Auf dem Platz steht die Wasserkunst und rundherum findet man das Rathaus und viele andere spannende Häuser.

Essen waren wir im Restaurant "Alter Schwede", ein interessantes Gebäude, erbaut im Jahre 1380. Alle unsere Gerichte waren hervorragend und das Ambiente ist einmalig! Eine Tischreservierung ist ratsam, da das Restaurant sehr begehrt ist.

Diese Köpfe nennt man auch "Schwedenköpfe", sie markierten einst die Hafeneinfahrt von Wismar. Die Holzpfähle, auf denen diese Köpfe montiert waren, nannte man Schweden.





Fazit des Tages: wir haben Oma glücklich gemacht der Große ist mittlerweile zu groß für Kinderportionen im Restaurant und unser Mutzel kommt auch einen ganzen Tag ohne Schlaf aus. Und wir brauchen ein Sofa hinterher...

Hier noch ein virtueller Stadtrundgang.

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